Viele Produkte tragen stolz ein „Natur“-Label, das manchmal nur 50 % pflanzlicher Inhaltsstoffe bedeutet. Dabei wird oft die aufwendige chemische Synthese der anderen Hälfte übersehen.
Anders als bei Lebensmitteln gibt es in der Kosmetik keine universelle gesetzliche Definition oder standardisierte Zertifizierung für „natürlich“. Diese Lücke ermöglicht weitreichende Interpretationen und kann Konsumenten irreführen.
Ein Inhaltsstoff, der aus einer Pflanze gewonnen wird, wie beispielsweise ein Fettalkohol aus Kokosöl, kann dennoch eine erhebliche chemische Verarbeitung durchlaufen – was seinen „natürlichen“ Anspruch fragwürdig macht.
Betrachten Sie die INCI-Liste. Obwohl sie vorschreibt, dass Inhaltsstoffe aufgeführt werden müssen, unterscheidet sie nicht zwischen einem minimal verarbeiteten botanischen Extrakt und einem chemisch modifizierten Pflanzenderivat.
Viele Marken verwenden Begriffe wie „botanische Mischung“, ohne die spezifischen Extraktionsmethoden oder die Konzentration der Wirkstoffe detailliert anzugeben.
Die meisten Formulierungen können einen hohen Wasseranteil enthalten, wodurch eine kleine Menge eines wirklich natürlichen Inhaltsstoffs dennoch zu einem „natürlichen Ursprung“-Anteil beitragen kann, trotz eines hohen Gehalts an synthetischen Emulgatoren oder Stabilisatoren.
Evera hingegen priorisiert Klarheit. Unsere Formulierungen konzentrieren sich auf hohe Konzentrationen spezifischer Pflanzenwirkstoffe, wie kaltgepresste sizilianische Aloe-Polysaccharide, deren Wirksamkeit messbar ist.
Wir stellen sicher, dass unsere Pflanzenmaterialien aufgrund ihrer intrinsischen Wirksamkeit bezogen und mit Methoden wie der sanften enzymatischen Extraktion verarbeitet werden, um empfindliche Verbindungen zu erhalten.
Das Verständnis des Weges von der Pflanze zum Produkt – einschließlich der präzisen Separations- und Reinigungsverfahren – ist entscheidend, um die wahre Integrität eines Inhaltsstoffs zu erkennen.
Das Label „natürlich“ allein bietet unzureichende Informationen für fundierte Entscheidungen.